Klima Vietnam

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Alles zum Wetter des vielfältigen Reiselands

Vietnam bietet eindrucksvolle Naturwunder wie die Ha-Long Bucht oder die Reisfelder von Sapa. Oft wird es ausgehend von der pulsierenden Stadt Hanoi bis Saigon bereist (oder in umgekehrter Richtung). Die Landschaften sind dabei so vielseitig wie das Klima von Vietnam. Hier erklären wir, wann es wo am schönsten ist.

Wie ist das Klima von Vietnam?

Das Klima in Vietnam wird vom Monsun beeinflusst. In Nordvietnam ist es subtropisch mit warmen Sommern und milden Wintern. In Südvietnam ist es tropisch mit ausgeprägter Regenzeit im Sommer. In Zentralvietnam dominiert subtropisches Übergangsklima, viel Regen fällt hier im Herbst.

Das Klima im Norden Vietnams

Das Klima in Nordvietnam ist subtropisch und wird vor allem durch den Winter-Monsun geprägt. Anders als im Rest des Landes sind die vier Jahreszeiten hier deutlich wahrnehmbar, gleichzeitig ist es insgesamt trockener als in Süd- und Zentralvietnam.

Die berühmten Karstfelsen der Ha Long Bucht zählen zum UNESCO Weltnaturerbe (Vietnam im Dezember)

Die berühmten Karstfelsen der Ha Long Bucht zählen zum UNESCO Weltnaturerbe (Vietnam im Dezember)

Klimatabelle Vietnam Norden: Ha Noi, Sapa, Halong Bucht, Cat Ba Insel
  Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal-Temperatur
20° 22° 24° 27° 30° 32° 33° 32° 30° 29° 26° 22°
Minimal-Temperatur
14° 16° 18° 20° 23° 25° 25° 25° 24° 22° 18° 15°
Sonnen-Stunden
3h 2h 2h 4h 6h 6h 6h 6h 6h 5h 4h 3h
Wasser-Temperatur
20° 20° 20° 23° 27° 29° 29° 29° 29° 28° 25° 22°
Regentage
5 6 7 7 10 11 11 12 11 7 5 3


Rund um Hanoi beginnt die feuchtere Jahreszeit im Mai und endet im Oktober. Die meisten Niederschläge fallen zwischen Juli und September, diese kleine Regenzeit ist aber nicht vergleichbar mit der im Süden. Spätestens Mitte Mai klettern die Temperaturen auf über 30°C und erreichen im Juli bis zu 33°C. Die Nächte bringen jetzt kaum noch Abkühlung, bis in den September hinein ist es mit 23–25°C auch nach Sonnenuntergang noch schwülwarm.

Trockenes, oft sehr sonniges aber auch milderes Wetter bringt der Nordost-Monsun ab Mitte Oktober. Bis Ende November halten sich die Tageshöchstwerte zwar im Bereich von 25°C, die Nächte sind jetzt mit Werten um 20°C kühler und auch windiger.

Zwischen Dezember und Februar knackt das Quecksilber immerhin noch häufig die Marke von 20°C und klettert ab März wieder Richtung 25°C. In Küstennähe ist es oft grau und neblig, regnet aber nur selten. Die Winternächte sind mild bis kühl, im Gebirge rund um Sa Pa rutschen die Temperaturen gelegentlich auch Richtung Nullpunkt und es kann schneien.

Ein Geheimtipp: In der Provinz Quang Ninh nahe der chinesischen Grenze befindet sich der knapp 20 Kilometer lange Strand Tra Co, der zu den schönsten des Nordens zählt. Baden kann man hier von Januar bis Dezember, da die Wassertemperatur fast nie unter 20°C fällt. Im Hochsommer erwärmt sich das Meer bis 29°C.

Die beste Reisezeit für Nordvietnam liegt zwischen Mitte März und Mai sowie zwischen Mitte September und November. Im Frühling ist die Blüte der Obstbäume ein reizvolles Naturschauspiel.

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Das Klima in Zentralvietnam

Im Zentrum Vietnams herrscht warmes, subtropisches Übergangsklima, denn hier treffen Nordost- und Südwest-Monsun aufeinander. Zwischen September und Februar regnet es vor allem rund um Hué in rauen Mengen, im Winter ziehen oft Taifune übers Land. Trocken und angenehm ist das Wetter in der Region vor allem zwischen April und August.

Bunte Laternen sind das Markenzeichen der Märchenstadt Hoi An

Bunte Laternen sind das Markenzeichen der Märchenstadt Hoi An

Klimatabelle Zentralvietnam: Da Nang, Hoi An, Hué
  Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal-Temperatur
24° 26° 27° 30° 32° 34° 35° 34° 30° 27° 26° 22°
Minimal-Temperatur
17° 19° 19° 23° 24° 25° 25° 24° 24° 23° 22° 19°
Sonnen-Stunden
5h 5h 5h 6h 7h 8h 8h 8h 7h 5h 4h 3h
Regentage
7 6 4 3 5 6 6 7 8 13 12 10


Der Hai-Van-Pass (Wolkenpass) erhebt sich als natürlicher Grenzwall zwischen Hué und Da Nang und somit zwischen Nord und Süd. Das Gebirge ist die wichtigste Wetterscheide des Landes, die Nordvietnam im Sommer vor den Einflüssen des Südwest-Monsuns abschirmt und im Winter den Monsun aus nordöstlicher Richtung ausbremst.

An der Nordseite des Wolkenpasses fallen im Herbst und Winter so viele Niederschläge wie in keiner anderen Ecke des Landes, denn hier stauen sich die feuchten Luftmassen, die der Nordost-Monsun Richtung Berge schiebt. Rund um Hué prasselt der Regen vor allem zwischen Oktober und Dezember oft tagelang vom Himmel, die Temperaturen können dabei deutlich unter 20°C fallen. Schwere Taifune sorgen im Winter zudem für Wetterchaos und Überschwemmungen entlang der Küste.

Südlich des Wolkenpasses, rund um Da Nang, ist es vor allem zu Jahresbeginn trockener. Die meisten Niederschläge fallen hier im September und Oktober, schon ab Mitte November regnet es in dieser Gegend nicht mehr so heftig, und spätesten ab Mitte Februar wird es wärmer und auch windstiller. Wer eine Rundreise durch Vietnam plant, kann sich Da Nang und Hoi An schon bei gutem Wetter im März ansehen und ab April weiter nach Hué reisen.

Die beste Reisezeit für Zentralvietnam sind die sonnigen, trockenen Frühlingsmonate April und Mai. Schon im April erreichen die Tageshöchstwerte rund um Hué deutlich über 25°C und nähern sich in Da Nang sogar der Marke von 30°C. Die Nächte sind mit rund 20°C sehr lau, für Abkühlung sorg eine angenehme Brise. Die Wassertemperatur des Südchinesischen Meeres bewegt sich hier im Frühjahr zwischen 24°C und 26°C und lädt zum Baden ein.

Das Klima im Süden von Vietnam

Jahreszeiten kennt man im tropischen Südvietnam nicht. Zwischen Tag und Nacht schwanken die Temperaturen hier deutlicher als zwischen Sommer und Winter. Für das Klima zeichnet vor allem der Südwest-Monsun verantwortlich. Er beschert der Region zwischen Mai und Oktober eine sehr nasse, schwülwarme Regenzeit.

Auf den Straßen von Ho Chi Minh-Stadt pulsiert das Leben das ganze Jahr über (Vietnam im September)

Auf den Straßen von Ho Chi Minh-Stadt pulsiert das Leben das ganze Jahr über (Vietnam im September)

Klimatabelle Vietnam Süden: Ho Chi Minh-Stadt (Saigon), Phu Quoc
  Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal-Temperatur
30° 32° 33° 35° 33° 31° 31° 31° 31° 30° 30° 30°
Minimal-Temperatur
20° 22° 23° 24° 24° 24° 24° 23° 23° 22° 21° 21°
Sonnen-Stunden
5h 6h 6h 7h 6h 5h 4h 4h 4h 5h 5h 5h
Wasser-Temperatur
27° 27° 27° 28° 29° 30° 30° 30° 29° 29° 29° 28°
Regentage
3 2 3 4 12 14 18 20 21 18 12 7


Tropisch warm ist es in Südvietnam von Januar bis Dezember. Die Tageshöchstwerte liegen fast ganzjährig bei rund 30°C und halten sich auch nachts stabil im Bereich von 20°C bis 24°C. Die Jahreszeiten unterscheiden sich somit vor allem in punkto Niederschläge und Luftfeuchtigkeit.

Zu Jahresbeginn sowie im Frühling ist es in Südvietnam extrem heiß und trocken. Vor allem zwischen März und April klettert das Quecksilber weit über die Marke von 30°C. Rund um Ho Chi Minh-Stadt (Saigon) und Can Tho werden jetzt sogar Spitzenwerte von bis zu 40°C erreicht. Die Landschaft ist karg, dürr und staubig – und somit nicht sehr attraktiv.

Schon im Mai kündigt sich die Regenzeit an, ab Juni nimmt dann der Sommer-Monsun Fahrt auf und bringt der Region bis in den Oktober extrem viele Niederschläge. Zwar regnet es nicht täglich und auch selten mehrere Stunden am Stück, doch die Regen- und Gewitterschauer sind dafür umso heftiger und überfluten regelmäßig Straßen und Felder. Obwohl sich die Temperaturen auch im Sommer konstant bei rund 30°C einpendeln, steigt die Luftfeuchtigkeit spürbar und es wird drückend schwül.

Im Herbst wird der Sommer- vom Winter-Monsun abgelöst, ab November beginnt dann die beste Reisezeit für Südvietnam: Es regnet nur noch selten, die Luft wird klar und trocken und die Temperaturen klettern nur noch auf maximal 30°C. Gleichzeitig zeigt sich die Natur dank des vielen Regens während der Vormonate in sattem Grün. Dieses sehr angenehme Wetter hält sich im Süden bis Ende Januar. Ab Februar wird es wieder deutlich heißer.

Ins Meer springen und baden kann man in Südvietnam das ganze Jahr über: Die Wassertemperaturen fallen selbst im Winter nicht unter die Marke von 27°C.

Wann ist die beste Reisezeit für Vietnam?

Beste Reisezeit Nordvietnam:Mitte März bis Mai, Mitte September bis November
Beste Reisezeit Zentralvietnam:April, Mai, März (Da Nang und Hoi An)
Beste Reisezeit Südvietnam:November bis Januar
Hauptsaison:Juli bis August
Ein Paradiesstrand in Zentralvietnam zwischen Da Nang und Hué (Vietnam im März)

Ein Paradiesstrand in Zentralvietnam zwischen Da Nang und Hué (Vietnam im März)

Die beste Reisezeit für Nordvietnam ist der Frühling, Spätsommer und Herbst. Besonders empfehlenswert sind die Zeitfenster zwischen Mitte März und Mai sowie zwischen Mitte September und November, wobei man im Frühjahr vor allem in Küstennähe häufiger mit Sprühregen und Nebel rechnen muss.

Die beste Reisezeit für Zentralvietnam sind die recht trockenen, angenehm warmen Frühlingsmonate April und Mai. Rund um Hué, nördlich des Wolkenpasses, machen sich zu Jahresbeginn noch die Einflüsse des Winter-Monsuns bemerkbar. Die Region rund um Da Nang und Hoi An südlich des Passes kann man problemlos auch schon im März bereisen.

Die beste Reisezeit für Südvietnam beginnt im November und endet im Januar. Mit 30°C sind die Temperaturen perfekt, die Luftfeuchtigkeit sinkt deutlich und es ist nicht mehr so schwül. Im Winter ist es trockener und etwas heißer als im Herbst. Wer die Natur Südvietnams noch in sattem Grün erleben möchte, sollte im November oder Anfang Dezember anreisen.

Baden kann man, wenn das Wetter mitspielt, in Vietnam zu jeder Jahreszeit. Im Norden fällt die Wassertemperatur auch im Winter nicht unter 20°C, im Hochsommer erreicht sie Höchstwerte von knapp unter 30°C. In Zentral- und Südvietnam beträgt die Wassertemperatur ganzjährig zwischen 22°C und 30°C

Während der Hochsommermonate (Hauptsaison) ziehen die Preise vor allem in den Küsten und Badeorten an. Wer im Juli und August nach Vietnam will, sollte früh buchen.

Wann ist in Vietnam Regenzeit?

Kleine Regenzeit Nordvietnam:Juli bis September
Regenzeit Zentralvietnam:September bis Dezember
Regenzeit Südvietnam:Juni–Oktober
Wenn es schüttet, schüttet es - Regenzeit in Vietnam

Wenn es schüttet, schüttet es - Regenzeit in Vietnam

Jeder Landesteil Vietnams hat seine eigene Regenzeit. Die Verteilung der Niederschläge übers Jahr wird vom zyklischen Verlauf des Sommer- und Wintermonsuns beeinflusst. Die Wetterscheide zwischen Nord- und Südvietnam bildet der Hai-Van-Pass (Wolkenpass) nördlich von Da Nang.

In Nordvietnam ist die Regenzeit deutlich schwächer ausgeprägt als im Rest des Landes. Die meisten Niederschläge fallen hier zwischen Juli und September. Etwas feuchter ist es in Küstennähe zudem im Frühjahr. Vor allem im März trüben hier an manchen Tagen Nebel und Nieselregen die Urlaubsfreude.

In Zentralvietnam erreicht die Regenzeit rund um Hué zwischen Oktober und Dezember ihren Höhepunkt. Hier regnet es auch zu Jahresbeginn häufiger, im Winter ziehen immer wieder gewaltige Taifune vom Meer aufs Land. Südlich des Wolkenpasses, in der Gegend von Da Nang und Hoi An, fallen im September und Oktober die meisten Niederschläge. Hier stabilisiert sich das Wetter aber meist schon ab Mitte Januar wieder und es wird trockener.

In Südvietnam dauert die ausgeprägte, schwülwarme Regenzeit von Juni bis Oktober. Sonne und dunkle Wolken wechseln sich jetzt jedoch ab: Heftige Schauer, Gewitter und kurzer Platzregen sind häufig, Landregen, der mehrere Tage andauert, gibt es in Südvietnam nur äußerst selten.

Fazit

Das Land von Hanoi bis Saigon ist wunderbar vielfältig, und das gilt auch fürs Wetter. Das Klima in Vietnam ist subtropisch bis tropisch, das Wetter und die Regenzeiten werden stark vom Nordost- und Südwest-Monsun beeinflusst. Außer im Norden sind die Jahreszeiten in Vietnam kaum spürbar.

Sonnenuntergang vor der Paradiesinsel Phu Quoc (Vietnam im Mai)

Sonnenuntergang vor der Paradiesinsel Phu Quoc (Vietnam im Mai)

Bedeutende Wetterscheide des Landes ist der Wolkenpass in Zentralvietnam, hier treffen die Monsunwinde aufeinander. Der Pass sorgt für eine Zweiteilung des Klimas in eine nördlich und eine südliche Zone.

Die beste Reisezeit Vietnam ist stark abhängig von der Region: Im Norden ist es im Frühling, Spätsommer und Herbst am angenehmsten, in Südvietnam liegt die beste Reisezeit zwischen November und Januar, unsere Empfehlung für Zentralvietnam sind die trockenen, nicht zu heißen Monate April und Mai.

Unser Tipp: Wer eine lange Rundreise plant, beginnt am besten im Januar im Süden und reist dann im Spätwinter und Frühling über Zentralvietnam nordwärts. Alternativ kann man den Norden im Herbst, den Süden im Winter und zum Schluss die Landesmitte im Frühling bereisen – und kombiniert so die besten Wetterbedingungen in der jeweiligen Region.

In ganz Vietnam gibt es zahlreiche attraktive Strände: Baden kann man ganzjährig bei angenehmem Temperaturen zwischen 20°C und 30°C. Vor allem die Hotels an den Küstenorten (etwa Na Thrang) sind zur Ferienzeit beliebt – rechtzeitig buchen!



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